Wärmepumpe und Photovoltaik: So passen sie zusammen

Eine Wärmepumpe braucht Strom, eine Photovoltaikanlage erzeugt ihn. Zusammen senken sie den Strombezug aus dem Netz, weil ein Teil des Solarstroms direkt in die Wärmepumpe fliesst. Wie gross dieser Teil ist, hängt von Dach, Wärmebedarf und Betrieb ab.

Stand: Oktober 2026

Warum die Kombination naheliegt

Eine Wärmepumpe gewinnt den grössten Teil ihrer Wärme aus der Umgebung. Nach EnergieSchweiz besteht die Nutzenergie zu 20 bis 35 % aus Strom als Antriebsenergie, der Rest ist Umgebungswärme aus Luft, Wasser oder Erdreich. Mit dem eingesetzten Strom entsteht rund die 3- bis 5-fache Menge Wärme. Dieser Strom lässt sich vom eigenen Dach decken, und jede Kilowattstunde, die direkt in der Wärmepumpe landet, muss nicht aus dem Netz bezogen werden.

Eine Grenze bleibt: Heizbedarf und Sonnenertrag fallen jahreszeitlich auseinander. Im Winter braucht das Haus die meiste Wärme, die Solaranlage liefert dann am wenigsten. Über das Jahr deckt der eigene Strom die Wärmepumpe deshalb nur teilweise, am ehesten bei der Warmwasseraufbereitung in den sonnigeren Monaten.

Dimensionierung: vom Strombedarf der Wärmepumpe ausgehen

Für die Auslegung der Solaranlage zählt, wie viel Strom die Wärmepumpe im Jahr braucht. Er ergibt sich aus dem Wärmebedarf geteilt durch die Arbeitszahl. Die Tabelle zeigt ein Beispiel mit Annahmen: 15’000 kWh Nutzwärme pro Jahr, gerechnet mit den mittleren Wärmenutzungsgraden einer Messreihe des Bundesamts für Energie (28 Anlagen, Heizsaison 2022/23, nicht repräsentativ). Es ist eine Eigenrechnung, keine Offerte.

WärmepumpeWärmenutzungsgrad (Mittel)Strombedarf pro Jahr
Luft-Wasser3.19rund 4’700 kWh
Erdsonde (Sole-Wasser)4.26rund 3’500 kWh

Der Wärmenutzungsgrad bezieht Umwälzpumpen und Heizstab ein und ist deshalb vorsichtiger als die reine Jahresarbeitszahl. Zum Vergleich: Ein Haushalt mit dem Verbrauchsprofil H4 braucht 4’500 kWh Strom pro Jahr. Die Wärmepumpe kommt zum Haushaltsstrom hinzu.

Die Bauart verändert das Ergebnis deutlich. Im Beispiel braucht die Erdsonde rund ein Viertel weniger Strom als die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Ein Grund ist die höhere Quellentemperatur: Sie lag in der Heizsaison 2022/23 im Mittel bei 8.7 °C (Erdsonde) gegenüber 5.1 °C (Luft). Dafür kostet die Erdsonde mehr in der Anschaffung, was die Preis-Seite behandelt (Wärmepumpe Kosten in der Schweiz).

Rechnen Sie zuerst die Heizlast, dann die Solaranlage. Eine zu grosse Wärmepumpe verfälscht auch die Rechnung für die Photovoltaik. Messwerte des Bundesamts für Energie zur Überdimensionierung stehen auf der Seite Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Kommen später ein Batteriespeicher oder eine Wallbox dazu, rechnen Sie den Gesamtbedarf neu. Die Anforderungen an die Wärmepumpe selbst, etwa Standort und Schall, behandelt Luft-Wasser-Wärmepumpe im Kanton Zürich.

Gesamtsystem: was zusammen geplant wird

Wir bieten das Gesamtsystem an: Photovoltaik, Wärmepumpe, Batteriespeicher und Wallbox aus einer Hand. Die Eno Solar GmbH ist Mitglied von Swissolar und verfügt über eine ESTI-Installationsbewilligung. Ein Ansprechpartner vereinfacht die Abstimmung zwischen Dach, Zählerkasten und Heizraum:

  • Die Leistung der Solaranlage richtet sich nach dem Strombedarf von Haushalt, Wärmepumpe und gegebenenfalls Wallbox.
  • Der Batteriespeicher ist optional. Das Förderprogramm des Kantons verlangt ihn für die Wärmepumpe nicht.
  • Die Regelung entscheidet, wann die Wärmepumpe läuft und ob sie Solarstrom bevorzugt.

Fragen für das Gespräch zum Gesamtsystem

Mit diesen Punkten bereiten Sie sich auf eine Beratung vor:

  • Wie hoch ist die Heizlast, und wie wurde sie berechnet?
  • Wie viel Strom braucht die Wärmepumpe im Jahr, zusätzlich zum Haushalt und zu einer möglichen Wallbox?
  • Welche Dachfläche und Ausrichtung stehen zur Verfügung, und genügt der Elektroanschluss?
  • Wie wird der Stromverbrauch der Wärmepumpe gemessen? Das Förderprogramm verlangt eine fachgerechte Strom- und Wärmemessung, damit lässt sich später prüfen, ob die Auslegung stimmt.
  • Wer reicht welches Gesuch ein, und in welcher Reihenfolge?

Förderung: zwei Wege, zwei Anträge

Wärmepumpe und Solaranlage werden getrennt gefördert. Für die Wärmepumpe gilt das kantonale Programm, Gesuch vor Baubeginn, Details unter Förderung der Wärmepumpe im Kanton Zürich. Photovoltaik gehört nicht zu diesem Programm, es verweist dafür auf Pronovo. Beträge für die Solaranlage nennen wir hier nicht, weil sie sich ändern. Prüfen Sie sie direkt bei Pronovo.

Einzelne Gemeinden ergänzen das. Wallisellen listet in seinem Förderreglement Energie unter anderem winterstromoptimierte Photovoltaik, und die Energie Opfikon AG fördert aus ihrem Energiefonds Wärmepumpen, Photovoltaik und Sonnenkollektoren. Beträge nennen beide Seiten nicht, Stand Oktober 2026. Was Gemeinden sonst anbieten, zeigt Einsatzgebiet im Kanton Zürich.

Wärmepumpe ohne Solaranlage

Sie müssen nicht beides gleichzeitig bauen. Passt das Dach heute nicht oder ist die Solaranlage später geplant, ist die Wärmepumpe allein möglich. Wenn Sie in diesem Fall eine Wärmepumpe ohne Solaranlage anfragen, prüfen wir, ob wir das Vorhaben übernehmen. Passt es nicht zu unserem Angebot, geben wir Ihre Anfrage mit Ihrer Einwilligung (Häkchen im Formular) an einen geeigneten Fachbetrieb für Wärmepumpen weiter. Rechnen Sie den späteren Strombedarf der Wärmepumpe von Anfang an in die Planung ein.

Welche Angaben für eine Anfrage helfen, steht unter Wärmepumpe Offerte im Kanton Zürich. Wie das Vorhaben Schritt für Schritt abläuft, zeigt Ablauf einer Wärmepumpen-Installation.

Wärmepumpe mit Solaranlage anfragen

Senden Sie das Formular unten, wenn Sie Wärmepumpe und Solaranlage zusammen planen möchten. Die Anfrage ist unverbindlich, wir melden uns bei Ihnen, und die Beratung durch Eno Solar ist kostenlos.

Häufige Fragen

Was ist die Jahresarbeitszahl?

Sie gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe über ein Jahr aus einer Einheit Strom erzeugt. Das Bundesamt für Energie weist in seinen Feldmessungen zwei Kennzahlen aus: die JAZ+ für die Wärmepumpe allein und den Wärmenutzungsgrad für das ganze System. Für Kostenrechnungen ist der Wärmenutzungsgrad der vorsichtigere Wert.

Braucht die Wärmepumpe einen Batteriespeicher?

Nein. Unter den Bedingungen des kantonalen Förderprogramms 2026 steht kein Speicher. Ob sich einer lohnt, hängt vom Verbrauchsprofil des Haushalts ab und wird bei der Planung der Solaranlage entschieden.

Wo finde ich den Strompreis für die Wärmepumpe?

Mit einer Wärmepumpe liegt Ihr Verbrauch über dem Haushaltsprofil H4 mit 4’500 kWh im Jahr. Die Tarife legt der Versorger Ihrer Gemeinde fest, Ihren finden Sie auf strompreis.elcom.admin.ch. Was der Betrieb pro Jahr kostet, rechnet die Preis-Seite von Wärmepumpe Preis vor.

Kann ich die Solaranlage später nachrüsten?

Ja, die beiden Anlagen haben getrennte Förderwege und getrennte Gesuche. Wichtig ist nur, dass das Fördergesuch für die Wärmepumpe vor deren Baubeginn eingereicht wird und dass Dachfläche und Elektroanschluss den späteren Bedarf zulassen.

Quellen

Stand der Quellen: Oktober 2026

  1. EnergieSchweiz: Wärmepumpen
  2. EnergieSchweiz: Heizen mit Wärmepumpe
  3. Bundesamt für Energie: Feldmessungen von Wärmepumpen-Anlagen 2022/23
  4. ElCom: Strompreise 2026, Medienmitteilung vom 9. September 2025
  5. Kanton Zürich: Förderprogramm 2026 (PDF)
  6. Stadt Wallisellen: Förderprogramm Energie
  7. Stadt Opfikon: Klima und Energie

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Wir prüfen, ob wir das Vorhaben übernehmen. Passt es nicht zu unserem Angebot, geben wir Ihre Anfrage mit Ihrer Einwilligung (Häkchen im Formular) an einen geeigneten Fachbetrieb für Wärmepumpen weiter. Lieber telefonisch? 044 515 23 23